Berechnung der Lärmzonen

Berechnung der Lärmzone

Bei der Berechnung der Fluglärmzonen werden die Flugbewegungen der verkehrsreichsten sechs Monate für das 3-Pisten-Systems des im Mediationsverfahren festgelegten Prognosejahres herangezogen, wobei alle Flugbewegungen mit ihrem Maximal-Pegel, der Dauer und Häufigkeit berücksichtigt werden.


Die ÖAL-Richtlinie Nr. 24 sieht die Einteilung der Flugzeuge in verschiedene Luftfahrzeuggruppen vor. Die Einteilung unterscheidet Antriebsart (Propeller- oder Strahlflugzeug), Anzahl der Triebwerke, Lärmzulassung, Nebenstromverhältnis der Triebwerke und maximales Abfluggewicht. Jeder dieser Luftfahrzeuggruppen ist ein akustisches Profil zugeordnet, das den Lärm in Abhängigkeit von der Entfernung, der Geschwindigkeit, dem Steigprofil und dem Betriebszustand bestimmt. Im Mediationsverfahren Flughafen Wien wurde zusätzlich die Berechnung von Lärmzonen auf Basis von Überschreitungspegel und Häufigkeit der Überflüge vereinbart (Sydney-Modell). Dabei wird die Anzahl der Überschreitungen eines vereinbarten Maximalpegels grafisch dargestellt. Das ist eine wichtige Ergänzung der Information, die der Dauerschallpegel bietet. Die Berechnung des Sydney-Modells basiert auf der von der Amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Authority) entwickelten Software Integrated Noise Model (INM).